Meshtastic-Praxistest für die Notfallkommunikation auf den Philippinen mit SenseCAP T1000-E

Wie bleibt Kommunikation möglich, wenn mobile Netzwerke und Internetverbindungen nicht verfügbar sind? Besonders in abgelegenen Küsten- und Bergregionen kann dies eine Herausforderung für Organisationen darstellen, die während Notfallsituationen Informationen austauschen müssen.

Auf den Philippinen untersuchte die gemeinnützige Organisation Light of Hope PH, wie ein unabhängiges Kommunikationsnetzwerk mit Meshtastic und dem SenseCAP T1000-E von Seeed Studio aufgebaut werden kann. Während eines Praxistests wurde ein drahtloses Mesh-Netzwerk verwendet, um Nachrichten zwischen dem Festland, einem Bergstandort und einem fahrenden Boot auszutauschen.

Dieser Praxisfall zeigt, wie LoRa-basierte Mesh-Kommunikation für Notfallkommunikation und Koordination in Gebieten eingesetzt werden kann, in denen herkömmliche Kommunikationsinfrastrukturen nicht verfügbar sind.

Dieser Praxisfall basiert auf einem Projekt von Seeed Studio, durchgeführt von der philippinischen Organisation Light of Hope PH.

Die Herausforderung der Kommunikation in abgelegenen Gebieten

Die Philippinen bestehen aus mehr als 7.000 Inseln, mit vielen abgelegenen Küsten- und Bergregionen. In diesen Gebieten bleibt zuverlässige Kommunikation eine Herausforderung, insbesondere wenn bestehende mobile Netzwerke oder Internetverbindungen nicht verfügbar sind.

Für Organisationen, die sich mit Katastrophenvorsorge und Notfallkommunikation beschäftigen, ist es daher wichtig, alternative Kommunikationsmöglichkeiten zu erforschen.

Light of Hope PH wollte testen, ob ein bezahlbares, dezentrales und energieeffizientes Kommunikationsnetzwerk ohne Abhängigkeit von mobilen Netzwerken oder Internet funktionieren kann. Ziel war es, eine Lösung zu erforschen, die für Notfallsituationen und die Kommunikation zwischen abgelegenen Standorten geeignet sein könnte.

Meshtastic als Lösung für Off-Grid-Kommunikation

Für den Praxistest verwendete Light of Hope PH Meshtastic, ein Open-Source-Projekt, mit dem Geräte über LoRa-Radiosignale verschlüsselte Nachrichten austauschen können.

Die Technologie ermöglicht es, ein energieeffizientes Mesh-Netzwerk aufzubauen, in dem Geräte direkt miteinander kommunizieren oder Nachrichten über Zwischenknoten weiterleiten. Dadurch ist keine mobile Verbindung oder Internetinfrastruktur nötig, um Nachrichten innerhalb des Netzwerks auszutauschen.

Die Organisation nutzte hierfür den SenseCAP T1000-E von Seeed Studio. Dieser kompakte Tracker unterstützt Meshtastic und verfügt über integriertes GPS. Das Gerät ist außerdem für einen niedrigen Energieverbrauch und eine lange Batterielaufzeit ausgelegt.

SenseCAP T1000-E von Seeed Studio für Meshtastic-Communication

Ein Mesh-Netzwerk zwischen Land, Berg und Meer

Für den Test wurde ein Netzwerk mit drei Knotenpunkten eingerichtet, um die Kommunikation unter verschiedenen Bedingungen zu untersuchen.

Knotenpunkt A – Festland: ein SenseCAP T1000-E etwa 4 Meter über dem Meeresspiegel.

Knotenpunkt B – Bergstandort: ein SenseCAP-kompatibler Relay-Knoten etwa 245 Meter über dem Meeresspiegel, mit Solarenergie betrieben.

Knotenpunkt C – Boot: ein SenseCAP T1000-E auf einem fahrenden Boot, etwa 7 Meter über dem Meeresspiegel.

Alle Geräte waren so eingestellt, dass sie über Meshtastic kommunizieren. Mit dieser Aufstellung untersuchte Light of Hope PH, wie das Netzwerk zwischen Standorten auf dem Festland, in den Bergen und auf dem Meer funktionierte.

Eine Kommunikationsreichweite von über 31 Kilometern

Während des Praxistests erreichte Light of Hope PH eine Kommunikationsreichweite von 31,07 Kilometern zwischen Festland und Boot mit nur einem Zwischenhop.

Nach Angaben von Seeed Studio blieb die Nachrichtenübertragung unter den verschiedenen Bedingungen auf Land, in den Bergen und auf offenem Wasser stabil. Das Netzwerk funktionierte dabei vollständig ohne mobile Verbindung, Wifi oder Satelliteninfrastruktur.

Für Light of Hope PH war dies ein wichtiges Ergebnis in der Forschung unabhängiger Kommunikationsnetzwerke für Katastrophenvorsorge.

Jovie Gil Montajes von Light of Hope PH betonte, dass die erreichte Reichweite ein positives Ergebnis war, besonders angesichts des herausfordernden Terrains und der begrenzten verfügbaren Mittel.

Die 31,07 Kilometer sind das Ergebnis dieses spezifischen Praxistests und sollten daher nicht als garantierte Kommunikationsreichweite des SenseCAP T1000-E angesehen werden.

Ergebnisse des Meshtastic-Praxistests von Light of Hope PH auf den Philippinen

Die Rolle des SenseCAP T1000-E

Im Rahmen des Projekts wurden die SenseCAP T1000-E Tracker auf dem Festland und auf dem fahrenden Boot eingesetzt. Die Geräte bildeten zusammen mit dem Relay-Knoten auf dem Berg das Meshtastic-Netzwerk.

Nach Angaben von Seeed Studio waren das kompakte Design, die einfache Installation, das integrierte GPS und der geringe Energieverbrauch wichtige Eigenschaften für diese Anwendung.

Da der SenseCAP T1000-E Meshtastic unterstützt, konnte das Gerät direkt Teil des LoRa-basierten Mesh-Netzwerks werden. Die lange Batterielaufzeit machte ihn zudem geeignet für einen Test, bei dem Energieeffizienz eine wichtige Rolle spielte.

Die Kombination dieser Eigenschaften half Light of Hope PH, ein Kommunikationsnetzwerk aufzubauen, das unabhängig von bestehender Kommunikationsinfrastruktur funktionierte.

Meshtastic in der Praxis

Der Praxistest auf den Philippinen zeigt, wie ein LoRa-basiertes Mesh-Netzwerk genutzt werden kann, um Nachrichten zwischen abgelegenen Standorten auszutauschen.

Mit dem SenseCAP T1000-E und einem Relay-Knoten auf einem Berg konnte Light of Hope PH eine Verbindung von über 31 Kilometern herstellen, ohne mobile Netzwerke, Wifi oder Satellitenkommunikation zu verwenden.

Die Organisation arbeitet weiterhin an ihrer Strategie für den Einsatz dieser Technologie. Der Test stellt damit ein konkretes Praxisbeispiel für die Möglichkeiten von Meshtastic in der Katastrophenvorsorge und Notfallkommunikation dar.

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